Geschichte

Der Verein Rheinisch-Westfälischer Augenärzte kann auf eine über 110jährige Geschichte zurückblicken. Damit ist er nicht nur eine der ältesten, sondern auch die traditionsreichste und größte regionale Vereinigung deutscher Ophthalmologen.

Um für die damals 55 in Rheinland und Westfalen tätigen Augenärzte einen regionalen augenärztlichen Verein zu gründen, der der Förderung der Augenheilkunde und der Vertretung der berufspolitischen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder dienen sollte, fand 1899 in Hagen die erste Versammlung statt.

Während in den ersten Jahrzehnten der Verein sich um wirtschaftliche und berufspolitische Fragen kümmerte, steht heute die wissenschaftliche Seite im Vordergrund.

Die Tagungen, die bis 1984 zweimal jährlich stattfanden, entwickelten sich von einfachen Versammlungen mit kleinem Programm zu echten Kongressen mit einem oder mehreren Hauptthemen, vielen Referaten, Vorträgen und einer großen Industrieausstellung.

Die Satzung musste mehrfach geändert werden und den Erfordernissen der Zeit angepasst werden.

Herausragende Persönlichkeiten wie Theodor Axenfeld, Emil Krückmann, Ernst Custodis und Gerd Meyer-Schwickerath zählten zu seinen Mitgliedern.

Die ersten Jahrzehnte nach dem zweiten Weltkrieg waren geprägt durch Paul Adolf Jaensch, der maßgeblich am Wiederaufbau des Vereins nach dem Krieg beteiligt war und Karl August Reiser, auf den mehrere Einrichtungen des Vereins zurückgehen, wie die Sitzungsberichte, die Fortbildungskurse der Wissenschaftspreis und die Gedächtnisvorlesungen.

Besonders eng war für längere Zeit der Kontakt zu den holländischen Augenärzten.

Inzwischen finden die Versammlungen immer am Jahresanfang an wechselnden Orten in NRW statt, zuletzt mit über 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Das Programm wird seit einigen Jahren durch ein Fortbildungsangebot für ärztliches Assistenzpersonal ergänzt.